Der DVG - der Fachverband mit der sportlichen Ausrichtung

Der DVG wurde am 4. September 1986 zunächst als Deutscher Verband für Gardetanzsport gegründet. Ziel war es, den karnevalistischen Tanz als eine anerkannte Sportart zu betreiben. Seinen großen Tag hatte der Verband ein Jahr später, als am 5. September 1987 die damalige Präsidentin Christa Schmidt-Holzhauer und der Präsident des Deutschen Tanzsportverbandes (DTV) Günter Meinen die Rahmenvereinbarung unterschrieben, mit der der DVG als „Fachverband mit besonderer Aufgabenstellung“ im Deutschen Tanzsportverband und damit im Deutschen Sportbund aufgenommen wurde. Gardetanz wurde damit zu einer anerkannten Sportart.

Kinder und Jugendliche in den Fastnachts- und Karnevalsvereinen können nun ganzjährigen, echten Leistungssport ausüben. Der Wandel vom karnevalistischen Tanz zum modernen Tanzsport zeigt sich auch äußerlich durch die flotten sportlichen Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer; Hüte und Perücken gehören längst der Vergangenheit an. Ein umfangreiches Regelwerk und die Unterteilung in verschiedene Alters- und Leistungsklassen mit unterschiedlichen Anforderungen bilden die Grundlage für eine gerechte Bewertung auf Turnieren. Ein besonderes Anliegen des Fachverbands ist die altersgerechte Leistungssteigerung und die Vermeidung dauerhafter Schäden durch das Verbot gesundheitsgefährdender Tanzelemente (z.B. Sprungspagat).

Der junge Tanzsport erfreut sich bundesweit regen Zulaufs. Nicht nur Tänzer aus Karnevalvereinen, sondern auch Tanzgruppen und Solisten aus Turnvereinen interessieren sich immer mehr für den Tanzsport, wie er im DVG betrieben wird. Neben dem Gardetanz haben die Schautänze zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dem wurde 1996 Rechnung getragen: aus dem Deutschen Verband für Gardetanzsport wurde der Deutsche Verband für Garde- und Schautanzsport.

Einen weiteren Schritt in Richtung Leistungssport ging der Verband im Jahre 2005 mit dem Beschluss zur Einführung eines Ligasystems für alle Solisten. Seitdem tanzen Garde- wie Schautanzsolisten in Regionalligen, 2. Bundesliga und 1. Bundesliga gegeneinander. Spannende Auf- und Abstiegskämpfe, Relegationsturniere, faire Wettkämpfe in allen Leistungsklassen, die steigende Popularität dieses jungen Sports spricht für sich. Garde- und Schautanzsport bietet jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitgestaltung, denn regelmäßiges Training schult Körper und Geist und bringt sportliche Erfolge. Der hohe sportliche und tänzerische Leistungsstand der Formationen und Solisten aus den Vereinen des DVG präsentiert sich auf den bundesweit stattfindenden Ranglisten- und Ligaturnieren, dem DVG-Masters-Cup, den Landesmeisterschaften, Deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften - der Garde- und Schautanzsport hat sich seinen festen Platz unter den Leistungssportdisziplinen im Deutschen Tanzsportverband erobert.

 

 

Zuletzt geändert am 27.08.2013 durch Schaffner